Unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie veranstaltet das deutsche Chapter der Internet Society ISOC.de am 17. April 2013 von 14:00 bis 18:00 Uhr in Berlin eine Tagung zu der Frage, wer eigentlich das Internet „macht“.

Hintergrund ist, dass im Juli 2013 erstmals seit 1997 wieder eine weltweite Tagung der Internet Engineering Task Force (IETF) in Deutschland stattfindet. Diese „IETF 87“ soll Anlass sein, um bereits im Vorfeld dieser Konferenz einer breiteren Öffentlichkeit in Deutschland die Funktionsweise und Bedeutung der Arbeit dieser und anderer internationaler Organisation des „Internet-Ökosystems“ insgesamt näher zu bringen und dabei auch über die deutsche Internetpolitik zu diskutieren.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Rolle von UN-Organisationen wie der ITU und der jüngsten Diskussion um die Neufassung der „International Telecommunications Regulations“ wird die gesellschaftliche Dimension der Frage deutlich, wer eigentlich tatsächlich das Internet „macht“ und wem damit welche “Macht” zuwächst. Hier kann sich ein demokratischer Staat wie Deutschland nicht heraushalten, sondern muss sich aktiv für die Freiheit und Fortentwicklung der Internet – auch im internationalen Bereich – einsetzen.

Der Diskussion um das Verhältnis von staatlichen und privaten Akteuren beim Management des Internets, aber auch der Einfluss großer Unternehmen im Verhältnis zu Anwendern und Nutzern, kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu. Daher wollen das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und ISOC.DE gern mit Experten aus Unternehmen, Ministerien und der IETF darüber diskutieren.

Auf der Seite zu Veranstaltung: https://www.isoc.de/wer-macht-das-internet/ wird es auch einen Livestream für diejenigen geben, die nicht selbst nach Berlin kommen können.

Update:

Ein Bericht über die Veranstaltung findet sich beispielsweise hier: http://www.heise.de/newsticker/meldung/IETF-Die-Internetmacher-zwischen-offener-Innovation-und-Netzlast-Begrenzern-1844491.html